Heiß, Heißer, Klotten

 

An einen solchen Glutofen kann ich mich in meiner aktiven Fahrerkarriere und sogar meiner Zuschauerkarriere beim NAVC nicht erinnern! Es war an beiden Tagen unglaublich heiß und so lag die Belastung für Mensch und Maschine im absoluten Extrembereich! Umso schöner dass die Veranstalter den Startern im Vorstartbereich Getränke kostenfrei zur Verfügung stellten, dafür vielen Dank! Auch sonst muss man den Veranstaltern ein großes Lob aussprechen, das Event verlief zeitlich absolut top! ...Einzig die strengeren Nachtruhe Regelungen tangieren leider ein wenig mit unserer Feiermentalität! Doch auch hier habe ich eine Lösung gefunden; denn ab Bollenbach gibts vielleicht zur Nennung eine Schachtel Ohrenstöpsel mit Chaosteam Logo für alle hellhörigen ;-)

Aber immer dann wenn eine Veranstaltung reibungsfrei verläuft, ist das auch oder in besonderem Maße den Fahrern zuzuschreiben. Hier muß man kurz den Sonnenhut ziehen, denn es gab meines Wissens nach keinen einzigen Unfall. Dennoch lieferten sich viele einen beinharten Kampf im Zehntelbereich! War wirklich eine Freude da mitzumischen, da auch in der Klasse 14 sehr hart gefightet wurde. Klotten hat eben diesen besonderen Reiz einer Highspeed Strecke mit gutem Fahrbahnbelag ohne große Rüttelstellen, einen schönen Zuschauerbereich und dieses "Vorentscheidungsdrama" jährlich inklusive.

 Mit eben diesem möchten wir auch beginnen, denn für unsren Tobi Küpper war Klotten eine sehr wichtige Veranstaltung im Kampf um die deutsche Meisterschaft. "strg+c" & "strg+v" der vorherigen Berichte das würde bei ihm dieses Jahr eigentlich reichen, denn abermals folgte Klassensieg auf Klassensieg. An beiden Tagen konnte er also seine Führung in der Meisterschaft ausbauen und hat nun für das bevorstehende Saisonfinale alle Trümpfe in der Hand! Wir drücken hier natürlich alle Daumen, denn wann wird nochmal abgerechnet? Richtig, (diesmal leider) erst ganz zum Schluß!

Eine Klasse höher hatten wir dann bereits einen Teilnehmer mehr am Start! Zum ersten Mal in diesem Jahr und somit auch zum ersten Mal im Namen unseres Teams startete Dieter Reimann, über dessen Auftritt wir jedoch in seinem Sinne lieber den Mantel des Schweigens decken. Sein Rennofen hat ihm wohl die lange Standzeit ein wenig übel genommen und setzte ihn an beiden Tagen mit unterschiedlichen Defekten leider bereits nach dem Training außer Gefecht. "strg+c" & "strg+v" nutzte ich eigentlich auch immer gerne für unsren zweiten Fahrer in der mit 28 Startern besetzten Klasse bis 2.000ccm! Doch an diesem Wochenende sorgte der erste technische Defekt seit Menschen Gedenken am 1802 von Andi Colling für einen verfrühten Feierabend. Die Benzinpumpe hatte am Sonntag einfach keine Lust mehr. Am Tag vor dem Defekt reihte sich Andi mit P18 wie immer in der Mitte des Feldes ein.

Als nächstes dann kommen wir auch schon zur... Ne, kommen wir nicht! Da war ja noch was!

Torsten Michel stattete dem Bergrennen am Sonntag einen Besuch in seinem Rundstrecken Seat ab und schloß den Gaststart mit einem ärgerlichen dritten Platz ab. Wieso ärgerlich? Nun, wenn der Klassensieger schon nur 2/10 schneller ist und sich dann noch jemand dazwischen quetscht, ist es damit wohl ausreichend erklärt. Isoliert betrachtet fuhr er jedoch eine Bombenzeit!!!

Nun aber zur Klasse 14: Ebenfalls mit Heidi und Lotte wieder zwei Autos am Start und auch hier haben wir recht ordentlich abgeschnitten in einem ganz ganz engen Wettbewerb. Am Samstag gelang mir - sehr zu meiner Freude und auch zugegebenermaßen etwas zu meiner Überraschung der Sprung aufs Podest und dort sogar aufs mittlere Treppchen! Heidi lief das gesamte Wochenende abermals wie ein Uhrwerk, macht richtig Spaß und die Zeiten werden auch immer besser... Da wären wir nur schon beim Thema, leider die der Konkurrenz auch! Lotte war am Samstag noch weit abgeschlagen hinter mir, ehe sie sich dann am Sonntag dick und fett in meinem Rückspiegel breit machte. Runde vier "Vertrauenssekunden" ins Auto fand ihr runder Fahrer über Nacht und rückte damit am Sonntag auf den siebten Platz nach vorne, ich konnte mich mit einem Schlußsprint noch auf die fünfte Position absetzen.

Doch Lottes nächtlicher Zeitensprung stimmt mich nachdenklich zum einen... und natürlich freudig zum Andren! Aber wir haben sie ja schließlich nicht gebaut um dem Feld hinterher zu fahren. Nachdem ich zugeben muss dass mir Kartoffelbrei noch immer sehr fehlt und ich auch keine "schlechte" Lotte Laufzeit ausgelassen habe um ihren Fahrer wieder in den Polo zu reden, so gehen mir mit der Sonntagszeit langsam die Argumente aus... Bis auf eins und das wird ihn auch weiterhin begleiten: Ein Mini ist und bleibt einfach DAS Traumauto... für alle Frauen, gell Metty ;-)

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