Wertungsmodus Bergmeisterschaft

 

Gefühlt liegt unser Saisonfinale gerade erst hinter uns und doch sind seid diesem Event auch schon wieder über vier Wochen vergangen. Vier Wochen in denen sich auch bereits einiges getan hat, ein neuer Verein zur Durchführung der Bockenauer Veranstaltung wurde aus der Taufe gehoben, einige Autos sind bereits bis auf die Karosse zerlegt und auch die letzten noch schwelenden Proteste wurden nun endlich abgearbeitet. Manch einer, darunter auch ich hat diese ereignisreiche Saison noch einmal Revue passieren lassen und sich so seine Gedanken- und Rechenspiele dazu gemacht! Mal wieder im Fokus stand dabei eine uralte Chaosteam Hassliebe, namentlich mit "dem bösen Streicher" in der Hauptrolle. Vorweg an alle Veranstalter, die ihn noch immer als Allheilsbringer bzgl. der Starterzahlen ihrer Veranstaltung verehren:

NEIN, wir werden keinen neuerlichen Antrag bzgl. der derzeitigen Regelung auf der Sportfahrertagung stellen! Man darf also entspannt durchatmen und den eingeschlagenen Irrweg weiter bestreiten! Was natürlich nicht heißen soll, dass etwaige Vorhaben teamfremder Antragssteller von uns boykottiert werden! Ganz im Gegenteil... Ihr seid nicht allein tongue-out

Da die letzten Jahre gezeigt haben dass eine evtl. Reglementänderung stets auch von einem gelungenen Auftreten der Vortragenden und ihrer Argumente abhängig ist, habe ich weder Kosten noch unendliche Mühen gescheut um eine epochale Neuberechnung der diesjährigen Meisterschaftsergebnisse unter Einberechnung EINES Streichlaufes zu erstellen. Als Basis diente hierbei natürlich das offizielle NAVC Endergebnis, wobei in der Neuberechnung in jeder Klasse, bei jedem Fahrer sein schlechtestes Punkteergebnis gestrichen wurde (sofern dies überhaupt notwendig war)!

Erschreckendes... oder von manch einem auch erwartetes Ergebnis meiner hochkomplexen Auswertung:

  • Es hätte KEINE Verschiebung bei den Deutschen Meistern gegeben
  • Darüber hinaus hätte es in drei Klassen (aufgrund von Nichtteilnahme oder Defekte aller Teilnehmer oder Proteste, usw.) noch nicht einmal eine Änderung der aktuellen Gesamtpunktzahl gegeben!
  • Insgesamt gab es in der unten einzusehenden Neuberechnung lediglich zwei Teilnehmer, die ihre Position mit ihrem unmittelbar hinter bzw. vor ihnen stehenden Konkurrenten tauschen müssten!
  • Von 81 BM Teilnehmern wären somit nur 2,47 % durch Platztausch betroffen!

Es ist bei dieser Betrachtung fast schon symptomatisch, dass in beiden der erwähnten Fällen... WIR als Team davon unmittelbar betroffen sind bzw. wären! sealed

In der Klasse 10 hätte Tobias Küpper den Vizetitel geerbt, was denke ich aufgrund der gezeigten Leistungen in den von ihm bestrittenen Rennen sicherlich nicht unverdient gewesen wäre, hat er doch immerhin sogar drei Klassensiege und zehn weitere Podestplatzierungen eingefahren.

Den umgekehrten Fall hätten wir dann zugegebenermaßen in der Klasse 12 verdauen müssen, hier lag Marek Brust bei neun von zehn seiner gestarteten Rennen vor Nils Michel, wird in der Endabrechnung jedoch "nur" auf Platz drei und somit hinter unserem Corrado Treter geführt.

In meinen Augen war auch die Luft in den einigen Klassen durch Nichtteilnahme, Defekt, Unfall, Startverzicht, usw. relativ schnell raus, da bereits ein Defekt den Fahrern im dümmsten Fall (= vor Ort irreparabler Ausfallgrund Samstag im Training) nach dem Wochenende ca. 40 Punkte fehlen und sie somit den Rest der Saison unter "unter ferner liefen" an den Start gingen, was die Motivation und den Wettbewerb sicherlich nicht gefördert hat. Doch gerade der letzte Absatz ist Ansichts- bzw. Auslegungssache, es mag auch Gegenbeispiele geben! Kein Gegenbeispiel gibt es hingegen bei dem auf Fakten basierenden Thema der Tabellenreihenfolge.

So denn, ich hoffe diese Zeilen haben den ein oder anderen zumindest zum Nachdenken angeregt, man muss ja nicht gleich seine eingeschlagene Richtung um 180 Grad ändern.

P.S. Beim Tippen dieser Zeilen musste ich hin & wieder schmunzeln, sehe ich doch meine Kritiker (bzw. die Kritiker meiner dargelegten Ansicht) mit hochrotem Kopf dieses Pamphlet lesen und zeitgleich verzweifelt in den Ergebnislisten der Vorjahre blättern um eine Gegenthese zu suchen! Euch allen - auch oder besonders den Suchenden wünsche ich viel Erfolg, eure Flipcharts könnt ihr mir dann ja am 16.11.2019 bei der WDSM Feier im Hunsrücker Hof präsentieren!

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und viel Gesundheit

 

 

 

 

 

 

Frohes Neues

 

Dann möchte ich euch im Namen des Teams auch noch ein frohes neues Jahr wünschen und versprechen, dass in diesem Jahr alles toller, besser, bunter und erfolgreicher wird... NICHT! Denn seien wir ehrlich, außer einer Jahreszahl ändert sich ja genau genommen wenig bis gar nichts! Doch so eine Konstanz kann ja auch seine Vorteile haben, denn damit kann ich euch wie gewohnt zu Beginn dieses neuen Jahres die Ergebnisse der ASK Sitzung mitteilen, die so ausgefallen sind wie es aufgrund der Abstimmungen von Suhl zu erwarten war. Die bereits vor einiger Zeit hier veröffentlichten Termine konnten so bestätigt werden und auch der Wertungsmodus ändert sich trotz guter Alternativ- und Kompromissvorschläge auch im Jahr 2018 nicht. Erwähnenswert und gleichzeitig interessant ist jedoch die Aussage, dass "alle Läufe ab diesem Jahr als Bergprüfungen gefahren werden, es müssen nicht mehr zwingend die Bergslalomregeln (Streckenaufbau) eingehalten werden." Wenn man nun die verbliebenen Strecken im Kopf durchgeht, so bleibt eigentlich nur Tiefenbach übrig, die nach den Vorfällen der letzten Jahre ihren Streckenaufbau dahingehend verändern werden... auch um der Strecke & Veranstaltung einen Neustart nach dem tragischen Ereignis von 2017 zu ermöglichen. Vielleicht, ja sogar hoffentlich findet dann unser seit Jahren präferierter und mehrfach publizierter Vorschlag zur Entschleunigung endlich Zuspruch, welcher einen Schikanen- bzw. Pylonenaufbau nach internationalem FIA Prädikat (bspw. Glasbach und Rechberg) vorsieht. Doch man muss gar nicht die Big Player der internationalen Bergrennszene als Beispiel heranziehen, nein auch bei der nicht mehr zum NAVC Bergkalender gehörenden Strecke in Bebra fand ein solcher Aufbau statt, bei dem das Fahrzeug aus hoher Geschwindigkeit gefahrlos verzögert werden kann. So viel von den Ergebnissen aus Michelsrombach, wir halten euch auch weiterhin auf dem Laufenden.

Sonnenschein in Hockenheim

Ach was war das wieder herrlich! Bereits unter der Woche machte sich sowohl bei unseren aktiven Teilnehmern, als auch bei den inaktiv Mitreisenden große Vorfreude auf das Rundstreckenrennen im Badischen Hockenheim breit. Die Berg- Hinterwäldler hatten wieder Strom, gemauerte sanitäre Anlagen inkl. Dusche, Heizung, etc. in Aussicht und auch die Wetterprognose tat der Euphorie keinen Abbruch; nein bei gemeldeten (und auch erlebten) 15 Grad war sogar das Gegenteil der Fall.

Somit war alles angerichtet für ein tolles Wochenende, was es rückblickend betrachtet im großen und ganzen dann auch wurde. Hier und da gab es kleinere und größere Wehrmutstropfen, doch wenn man sich so bei manchem im Fahrerlager umsah, so denke ich sind wir alle recht glimpflich davon gekommen. 

Obwohl man beim DASV ja nach Leistungsgewicht in eine entsprechende Klasse sortiert wird, wollen wir bei unserer gewohnten „Hubraum-Einteilung" bleiben und so gelten die ersten Worte unserer Lotte, die nach dem misslungenen Rundstreckentest im Frühjahr ihre ersten Kilometer im Kreisverkehr seit dem vollumfänglichen Umbau zurücklegte. Trotz vieler kleiner Probleme waren es am Ende immerhin 93 Km die hier im Datalogger aufgezeichnet wurden und auch ihr Chauffeur zeigte sich sehr zufrieden. Das freie Training (welches ebenso auch Qualifying war) wurde noch genutzt um erstmals mit verschiedenen Flügeleinstellungen zu experimentieren, ehe danach mit einer für gut befundenen Variante die Rennen in Angriff genommen wurden.

Leider musste aufgrund von Zündungsproblemen das erste Rennen aus der Box gestartet werden, nachdem Lotte in einem heldenhaften Kraftakt vom Team über ca. 150 Meter angeschoben wurde. Damit nicht genug brach kurz vor Rennende ein Haltepunkt des Schaltturms, was einen Gangwechsel und die Beendigung des Laufs leider unmöglich machte. Nach erfolgreicher provisorischer Reparatur sorgte im zweiten Rennlauf der Sicherungsring der linken Antriebswelle für Ärger, löste sich in mehrere Einzelteile auf und so konnte auch dieser Lauf nicht wie vorgesehen beendet werden. 

Tobi Küpper hatte in seinem „neuen" Arbeitsgerät eine längere Fahrzeit, erreichte er doch als Einziger die volle Distanz in allen Läufen. Lediglich ein Riss unmittelbar am Krümmerflansch gab es bei ihm im Laufe des Tages zu beklagen, der dem runderneuerten Golf 1 einen unsauberen Klang und wohl auch eine kleine Minderleistung bescherte. Davon abgesehen drehte der analog zu seinem Bergrenner farblich folierte Wagen souverän und zuverlässig seine Runden. Auch hier war der Besitzer mit seiner und der Leistung des Wagens sehr zufrieden, auch wenn man natürlich durch die im Bergrenner stetige Weiterentwicklung und Investition grds. in eine andere Performance vom Rennwagen her gewohnt ist. 

Kommen wir nun zur (leider negativen) Überraschung des Wochenendes, namentlich Andi Colling! Bereits im Training musste er mit einem unschönen Dreizylinder Sound die Box ansteuern und wir begaben uns auf Spurensuche. Leider war es nicht die erhoffte Zündkerze die eine weitere Rennteilnahme möglich gemacht hätte, sondern ein Kipphebelbruch sorgte für das jähe Ende in seinem sonst so zuverlässigen Dauerläufer. Mittlerweile ist jedoch auch hier ein wenig Entwarnung zu verkünden, denn außer dem gebrochenen Hebel ist kein Folgeschaden im Motor entstanden, also kam auch er hier mit einem blauen Auge davon.

Bei unseren „Überlitern" wie es anderswo immer so schön geschrieben wird gibt es leider ebenfalls von Problemen zu berichten. Doch auch hier blieb es bei kleineren, Gott sei dank verhältnismäßig kostengünstigen Problem(ch)en, die jedoch auch in diesen Fällen leider für ein vorzeitiges Abstellen der Rennwagen sorgten.

Andi Senges, der seinen BMW E30 erstmalig bei einer gezeiteten Veranstaltung und auf Slicks ausfahren konnte, tastete sich kontinuierlich an die für ihn neuen und herausfordernden Umstände heran, ehe sich auch sein Motor mit Leistungsverlust meldete. Dies geschah immer in Richtung Sitzungsende, so dass hier von einem Wärmeproblem ausgegangen wird. Erste Prognosen vor Ort ließen auf den Luftmassenmesser als Spielverderber schließen, doch hier ist noch keine definitive Bestätigung abzugeben.

Bliebe noch Nils Michel, der im VW Corrado nach langer ergebnisloser Suche endlich die Bremsprobleme lokalisieren und beheben konnte. Er fuhr eigentlich auch eine problemfreie Veranstaltung, wenn... ja wenn da nicht die sich lösende Verschraubung der Fahrwerksgeometrie am Federbein gewesen wäre. Diese sorgte dafür, dass sich das Federbein im Langloch frei bewegen konnte und machte auch hier eine Weiterfahrt vorerst unmöglich. Da im Fahrerlager auch die Möglichkeit einer korrekten Sturz/Spureinstellung leider nicht gegeben war, blieb das Wolfsburger Coupé aus Sicherheitsgründen ohne weiteren Einsatz. 

Es war also eine Menge los bei uns und man möge es mir verzeihen, wenn ich evtl. den ein oder andren Defekt zeitlich nicht korrekt zugeordnet habe, doch ich hab mein Bestes gegeben. Das wars so weit von der Rennstrecke für 2017, kommendes Wochenende geht es für uns jedoch schon weiter! Hier steht mit der WDSM Meisterehrung der nächste Programmpunkt für uns auf dem Plan. Wir halten euch also auch hier auf dem Laufenden.

 

 

 

Quantensprung

  

Nach der Zwangstrennung der letzten Veranstaltung(en) haben wir uns alle wieder auf ein großes Chaosteam - Wiedersehen gefreut, galt es doch unendlich viele kleine Geschichten und Ereignisse der jeweils Abwesenden zu lauschen. Als später am Abend der erste Wissensdurst gestillt war, gingen wir alle überraschend zeitig schlafen, denn am nächsten Tag ging es ja für Tobi Küpper in den Meisterschafts- Endspurt!

In diesen möchten wir dann bei unserer Berichterstattung auch direkt hineinspringen, also Anschnallen für die Klasse 10: Hier lief es für Tobi eigentlich perfekt, so dass man auf die Meisterschaft bezogen fast von einem Matchball sprechen könnte! Doch so weit wollen wir noch nicht gehen, schließlich kann bei der noch ausstehenden Veranstaltung; ergo zwei Wertungstagen noch vieles passieren. Doch wir hoffen natürlich das Beste für ihn, insbesondere dass (und diesen Wunsch hege ich für alle BM Teilnehmer klassenübergreifend) die Meisterschaft nicht durch einen technischen Defekt im wahrsten Sinne des Wortes auf der (Bollenbacher) Zielgeraden entschieden wird. Doch zurück an die Mosel, hier gab es an beiden Tagen in der 1600er Klasse ein nervenaufreibendes Zeitenspektakel, welches Tobi stets mit persönlichen Bestzeiten beenden konnte. Am Samstag reichte seine Laufzeit sogar für den Klassensieg, am Sonntag konnte er mit seiner 1:10.33 (!!!) immerhin noch den zweiten Platz einfahren! 

Auch eine Klasse, also 400ccm höher gab es einen Erdrutsch bei den teaminternen Zeiten! Andi Colling konnte rund zwei Sekunden von seiner persönlichen Bestzeit abknabbern, lag somit zwar immer noch wie gewohnt im vorderen Klassen Mittelfeld, doch er war sicherlich mit dieser Entwicklung mehr als zufrieden! Der Preis - Leistungssieg ist ihm sicherlich nicht zu nehmen!

Nochmal springen wir eine Klasse höher und landen damit im Land der Hubraumriesen! Mit Christian Hünerasky und Nils Michel hatten wir hier zwei Eisen im Feuer, die in der erfreulich gut besetzten Klasse 12 an beiden Tagen friedlich hintereinander auf den Positionen fünf und sechs ins Ziel fuhren. Die kürzere Laufzeit benötigte hierbei die C-Klasse aus Stuttgart vor dem Michel Corrado!

Hüpf, hüpf und herzlich willkommen in der Klasse 14, Mathias Mohr und Marcel Daut standen hier zur Punktejagd bereit, doch in dieser Klasse sollte entgegen den bisher abgehandelten dann doch nicht alles so reibungslos und glücklich ablaufen. Leider erlitt Marcel Daut, der sich in seinem Polo immer besser zurechtfindet bereits im Trainingslauf einen Schaden am Motor, der die Anwesenden erst einmal zur Zwangspause bat. Als der Himmel von seinem traurigen Ausfall hörte, konnte er seine Tränen (sehr zum Unmut der an der Startampel wartenden Fahrer) nicht verbergen und bekundete sein Mitgefühl mit einem gewaltigen Regenschauer, der das Ende für die Mohr`schen Fahrträume an diesem Tag bedeutete. Somit blieb ihm nur der Sonntag und die Hoffnung auf besseres Wetter, die sich Gott sei dank auch erfüllte. Angespornt durch die samstägliche Zwangspause konnte er bei seinem Auftritt auch gleich den 3. Platz einfahren und das in ebenfalls persönlicher Bestzeit von 1:10.54! Diese Zeit ist somit auch das erste Mal überhaupt, dass Lotte eine von Kartoffelbrei aufgestellte Zeit unterbieten konnte, Chapeau!

Wir hatten jedenfalls wieder alle zusammen ein schönes Wochenende und hoffen auch dass der Veranstalter mit dem Ergebnis seiner Arbeit und dem Umsatz zufrieden ist! Da man ja mittlerweile fast gesteinigt wird wenn man eine Veranstaltung (aus welchen Gründen auch immer) auslässt sei hier vielleicht auch mal angemerkt dass gleichzeitig viele Starter nach Überreichung ihrer Ehrenpötte regelrecht fluchtartig die Siegerehrung verlassen, statt dass sie den Veranstalter bei seinen Bemühungen ein ansprechendes Abendprogramm auf die Beine zu stellen mit ihrer Anwesenheit unterstützen! Einnahmen sind Einnahmen, egal ob aus einer Nennung, vom Bierstand oder von der Rostwurstbude! Das gilt nicht speziell für diese, sondern für jede Veranstaltung bis hin zu WDSM Ehrung!

Wir sehen uns in zwei Wochen beim letzten Abendmahl, bis dahin guckt auch immer mal wieder im Videobereich im rechten Seitenbereich rein, diese werden ja aus technischen Gründen nicht mehr zwischen den Berichten angezeigt!!!

 

 

Blick in die Ferne

 

So, die NAVC Bergmeisterschaft ist nun schon circa sechs Wochen beendet und nachdem überall (hoffentlich) ein wenig Ruhe eingekehrt ist, bleibt auch die Zeit ein wenig nach Vorne zu blicken. Ursprünglich war geplant euch nun unsere Sportfahreranträge für Suhl vorzustellen und dafür zu werben. Doch die „Bergtagung" in Dreieich Anfang Oktober hat uns hier ein wenig Arbeit erspart, da sich mit dem Tagungsprotokoll einige unserer Anträge erledigt haben.

So muss zuerst einmal festgestellt werden, dass die Berg DM 2018 wohl nur noch vier Doppelveranstaltungen (also acht Wertungsläufe) aufweisen wird. Die Rennläufe des MSC Jura in Bergen, sowie das Bergrennen am Stock finden im nächsten Jahr keinen Termin im Kalender. Mit dem Wegfall von Bebra hatte man ja bereits vor dieser Saison rechnen können, da man den letzten Rettungsversuch ausgerechnet auf den Stammtermin der Motorsportfreunde Queidersbach terminierte und so kaum reale Chancen auf genügend Teilnehmer hatte. Die Entscheidung des MSC Jura macht aus Sicht des Veranstalters ebenso Sinn, denn der samstägliche Slalom lockte seit Jahren deutlich mehr Starter als die Bergprüfung am Folgetag.

Was der Veranstalter- Schwund mit unseren Anträgen zu tun hat? Nun, da die im Jahr 2017 eingeführte Streichlaufreduktion ja kläglich scheiterte, war angedacht einen erneuten Vorstoß in Richtung Streichresultate zu wagen. Doch bei derzeit nur noch acht zu wertenden Ergebnissen bleibt selbst mir kein Argument mehr für einen Streicher übrig.

Beim Blick auf den vorläufigen Kalender fällt auf, dass die Saison nicht nur von der Anzahl der Läufe, sondern auch von ihrer zeitlichen Abfolge her sehr kompakt ausfallen wird. Drei Monate, beginnend mit Tiefenbach (!!!) am 16. & 17. Juni, gefolgt von Grenderich am 11. & 12. August , Klotten am 1. & 2. September und Bollenbach am 15. & 16. September; dann ist der Spuk schon wieder vorbei. Wie gut würde da noch eine weitere Veranstaltung mit bereits bestehender Infrastruktur dem Kalender tun... *Queidersbach, hust*

Doch die neue, kompakte Saison hat auch ihre Vorteile, so wird sich die kleine aber feine Meisterschaft wohl mit bedeutend mehr Teilnehmern schmücken können. Viele aus unserem Team (die in der Vergangenheit aufgrund der nun ausbleibenden „externen" Rennen auf eine Nennung verzichtet haben), werden sich in die Meisterschaft einschreiben. Somit werden wir in 2018 wohl einen teaminternen Nennungsrekord aufstellen und wenn alles nach Plan läuft auch zwei Mannschaften in der BM nennen können. Für den ein oder anderen wird der späte Saisonstart auch wieder ein Segen sein, denn gerade wenn das erste Rennen näher rückt, läuft vielen in der heimischen Garage doch schlicht und ergreifend die Zeit weg.

Über weitere geplante Neuerungen und Vorschläge werde ich in den nächsten Wochen berichten und hoffe euch somit die Wartezeit ein wenig zu verkürzen.

Zum Schluss bleibt noch der freudige Hinweis auf das erste November Wochenende, wo wir ein letztes Mal 2017 auf der Rundstrecke am Start sein werden. Traditionell fahren wir die Hockenheim Kurzanbindung -welche am Samstag den 04. November auf dem Plan steht, ehe wir dann am Sonntag das NAVC Saisonfinale Rundstrecke von der Tribüne aus verfolgen werden. Wir sind ab Freitag vor Ort und würden uns über einen Besuch von euch freuen!

 

 

Qual der Wahl 

Mitunter gibt es im Leben die ein oder andere Wegesgabelung an der man sich entscheiden muss, ob man nach links, rechts oder geradeaus weitergehen möchte. Doch egal wie man sich letzten Endes entscheidet, manchmal ist es möglich, dass jeder gewählte Weg rückblickend betrachtet der Richtige ist.

 

Hattrick

 

Ja, es ist geschafft! Hoch die Gläser, Tobias Küpper hat am Wochenende im letzten Lauf den Sack zugemacht und darf sich fortan zum dritten Mal in Folge „Deutscher Amateur Bergmeister (Klasse 10)" schimpfen. Bis dahin war es ein gewohnt langer und in diesem Jahr auch ein steiniger Weg. Dem ganzen Saisonrückblick werde ich mich in einem separatem Text widmen, worin ich darüber hinaus auch ein wenig auf die kommenden Ereignisse und die teaminterne Zukunft blicken werde.

Doch nun zurück nach Wickenrodt, wo im Vorfeld die Marschrichtung für unsren Golftreter recht einfach war: Fehlerfrei an beiden Tagen durchkommen und das im Idealfall vor- oder zumindest nicht unweit hinter seinem ärgsten Verfolger! Genaues rechnen war im Vorfeld nicht möglich, da die jeweiligen Platzierungspunkte unmittelbar an die teilnehmende Konkurrenz gekoppelt ist und da gab es doch aufgrund des schlechten Wetters unter der Woche mehr als einige Fragezeichen bzgl. der zu erwartenden Starter. Doch Gott sei dank für uns und natürlich auch den Veranstalter fanden sich mehr Teilnehmer ein, als man es hätte befürchten können! Klar, einen neuen Teilnehmer bzw. Zuschauerrekord hat es aber auch nicht gegeben.

Im Ergebnis konnte Tobi in seinen Golf an beiden Tagen die zweitschnellste Klassenzeit fahren, wobei er am Samstag dafür die Regensocken auf den Golf schnallen musste. Völlig frei von meisterschaftlichen Rechnereien konnte sich Holger Kaas „entspannt" an die Arbeit machen und musste in den Mischbedingungen definitiv nichts riskieren. Dennoch konnte er den Golf 1 am Samstag auf einem guten 5. Platz abstellen, wohingegen ihm am Folgetag die Konkurrenz ein wenig enteilte und er sich am Ende des Tages auf dem 8. Platz wiederfand.

Eine Hubraumetage höher plagte sich Andreas Colling ohne ausgewiesene Regenreifen am Samstag den Hang hinauf und war sichtlich erleichtert, als am Sonntag der stets drohende Wetterumschwung ausblieb und die Trockenreifen am Auto montiert bleiben konnten. Mit ihnen gerüstet schaffte er erneut den Sprung in die Top Ten der Königsklasse, wohingegen am Samstag nur Platz 13 für ihn heraussprang.

Christian Hünerasky hatte durch den Regenschauer ebenfalls das zweifelhafte Vergnügen mit ungeeigneten Regenreifen und Hinterradantrieb an den Start zu gehen, was die Voraussetzungen für den drehmomentstarken Mercedes ebenso wenig erhöhen wie die fehlende Differenzialsperre. Platz 7 wurde es am Samstag und am trockenen Sonntag konnte er sich ebenfalls wie zuvor schon Andi Colling besser aus der Affäre ziehen und seine Bergsaison auf einem versöhnlichen 5. Gesamtrang beenden.

Ebenfalls mit Sorgenfalten beim Blick in den Himmel war die Stirn von Mathias Mohr belegt, denn trotz Regenreifen Leihgabe wäre die im unteren Streckenbereich noch feuchte Piste definitiv ungünstig für seine Lotte gewesen. Da auch er nicht in der Meisterschaft aktiv ist, ging man den spekulativen Weg über die Umnennung aus der Klasse 14 hin zur Gleichmäßigkeit, welche erst nach Beendigung der Gruppe 3 startet und somit die trockenere Wahl war. Seine Läufe dort waren jedoch alles nur nicht gleichmäßig, doch zumindest der Spaß blieb dabei nicht auf der Strecke. Am Sonntag konnte auch er „regulär" starten und dabei sogar den knappen Klassensieg nach Hause fahren.

An beiden Tagen in der 14 ging Marcel Daut an den Start. Er schnupperte dabei am Samstag erneut am Stockerl, musste aber letzten Endes mit dem 4. Platz vorlieb nehmen, ehe er am Sonntag noch einmal auf dem 5. Platz im Klassement landen konnte.

So, das wars dann auch schon wieder! Schluss, aus und vorbei! Der NAVC Berg 2017 ist schon wieder Geschichte! Wir bedanken uns bei allen die es uns ermöglichen unser Hobby auszuüben, angefangen bei den Veranstaltern, Dachverbänden, Streckenposten, Ortsclubs, Fans, Freunden, Gönnern, und alle die wir vergessen oder bewusst nicht erwähnt haben ;-)

Wir wünschen euch für die kommende rennfreie Saison alles Gute und bleibt gesund!

 

Ebenso möchten wir abschließend noch allen (ja, auch den gekauften) Meistern

recht herzlich gratulieren und hoffen auf ein Wiedersehen im Jahr 2018!

 

 

Nachruf Martin Höhle

 

Wir sind alle zutiefst betroffen vom Tod unseres Motorsport Kollegen Martin Höhle.

Bewusst haben wir keine Bilder schwarz / weiß gefärbt, denn wir wollen ihn so lebendig in Erinnerung behalten wie es seinem Gemüt entsprach!

Er war stets hilfsbereit, freundlich, hatte immer ein lächeln auf dem Gesicht und einen lockeren Spruch parat.

Es wird wohl niemand im Fahrerlager auch nur ein schlechtes Wort über ihn sagen können, denn er war auf und abseits der Rennstrecke ein mehr als fairer und angesehener Sportsmann.

Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei all seinen Angehörigen, der Familie, seinen Freunden, sowie allen die ihm Nahe standen.

Martin, wir werden deine nächtlichen Besuche in unserem Zelt vermissen, aber in unseren Herzen werden wir dir stets einen Platz frei halten...

Machs gut, Martin