Sportfahrertagung in Suhl

 

Es ist ja mittlerweile bekannt, dass wir ab dem kommenden Jahr zwei NAVC Bergveranstaltungen verloren haben und diese allen Propheten nach wohl auch nicht wiederkehren werden. Über die Gründe (auch solche die man sich an mancher Stelle gerne einredet) haben wir bereits ausführlich gesprochen und während der Saison mitunter lautstark debattiert. Daher wollen wir es nun auch dabei belassen und nach vorne blicken! Doch was erwartet uns künftig? Drei der gestellten Sportfahreranträge haben bzw. hätten teaminterne Auswirkungen, so dass diese von uns mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wurden.

Einer davon (die Einführung von Gewindefahrwerken in der Gruppe 1) wurde noch von der überwiegenden Mehrheit der Anwesenden gleich entschieden, sehr zum Bedauern der Antragssteller.

Die beiden weiteren... Tja, da ging es dann auch für uns um die Wurst! Für einen der Anträge möchte ich aus Vereinfachungsgründen die auf der NAVC Internetseite verwendete Kurzformulierung zitieren: „Erlauben von Klassengrenzen überschreitenden Hubraumveränderungen"

Leider wurde dieser Vorschlag suboptimal formuliert und auch vorgetragen, so dass nahezu fast alle für die Änderung sprechenden Fakten unter den Tisch fielen. Nun, immerhin konnte der Antrag ein wenig durch Wortmeldung aus dem Publikum „gerettet" werden, doch an der ablehnenden Haltung der Anwesenden änderte diese Klarstellung auch nicht mehr viel. Wo nun das Problem liegt? Da gibt es mehrere Punkte und glaubt man den Sätzen des Antragstellers -woran zumindest ich nicht zweifele, so sind allein in der Klasse 10 (bis 1600ccm) vier Fahrzeuge von dem Änderungsantrag betroffen und fahren demnach im nächsten Jahr nach der Ablehnung reglementwidrig - oder "faul" wie der Sportfahrer zu sagen pflegt, sollten sie denn über Winter nicht noch einen kostenintensiven Umbau starten. Was ihnen bleibt ist das verschmähte outlaw Sammelbecken der Klasse 14, doch mit einem konventionell für die Gruppe 2 aufgebauten Golf mit 1600ccm hängen dort die Früchte recht hoch.

Nun haben wir in der Klasse 10 ab dem kommenden Jahr drei Starter im Team, welche sich theoretisch darüber freuen könnten weniger Konkurrenz zu haben... theoretisch aber halt auch nur! Denn obwohl Motorsportler von Natur aus zuerst einmal Egomanen sind und für sie nichts zählt als der eigene Erfolg, so muss man doch das Ganze betrachten und es kann also auch sein, dass eben diese vier Fahrzeuge überhaupt nicht mehr starten, oder aber eine für den Umbau notwendige finanzielle Zwangspause einlegen müssen. Wir erinnern uns: Dieses Jahr haben wir bereits zwei Veranstaltungen verloren und das nicht weil man sich dort vor Startern kaum retten konnte. Ein besorgter Sportfahrer sah sogar bereits eine Horde neuer, absolut überlegener Fahrzeuge den NAVC Berg überrennen:

„Dann kann ja auch der X kommen und einen Y Motor bauen und fährt dann trotzdem nur in der Klasse Z"

...Ja, könnte er! Und ja, sollte er auch bitte! Denn nochmal: Der Berg kränkelt massiv, um es mal nett auszudrücken! Gerade in solchen Zeiten sollte man näher Zusammenrücken und evtl. entgegen der oben genannten Sportfahrernatur den Egoismus in der Tasche lassen und Entscheidungen mittragen, die einem vielleicht selbst nicht zu 100% passen!

Ein Reglement für Grenzfälle leicht zu öffnen und so vielleicht in der Tat das ein oder andre spektakuläre Fahrzeug anzulocken ist in unseren Augen genau das was wir jetzt brauchen! Medial präsente und öffentlichkeitswirksame Starter oder Umbauten, die auch bei uns mal in den „normalen" Klassen starten dürfen, die Videos auf ihren Kanälen veröffentlichen und so indirekt Werbung für unsre Veranstaltungen machen.

Davon ab gilt die Lockerung natürlich für jeden Teilnehmer, so dass man ja nicht tatenlos zusehen muss wie die Konkurrenz (eventuell) aufrüstet und an einem vorbei zieht. Und seien wir doch einmal ehrlich: Am Ende haben auch bisher zumeist die Fahrer vorne gestanden, die am meisten investiert haben, egal ob beim jetzigen Reglement, oder in einer abgeänderten Version. So haben wir uns dann auch dazu entschieden im Falle eines Starts der betroffenen Fahrzeuge in ihrer bisherigen Klasse keinen Protest einzulegen, da in unseren Augen 1600ccm nun einmal 1600ccm sind, egal durch welche Änderung die Hubraumgröße sichergestellt wird oder welcher MKB auf dem Block steht. Wir wollen uns sportlich mit den Fahrern messen und nicht am grünen Tisch unsere Siege erringen!

 

À propos Entscheidungen mittragen die einem nicht schmecken:

So geschehen (ja, man mag es kaum glauben) selbst bei uns! Auch wir tragen nun, IM SINNE DER DEUTSCHEN NAVC BERGMEISTERSCHAFT „gerne" den Streichlaufverzicht, wenn wir dadurch evtl. beitragen die BM zu stabilisieren, retten, oder wie auch immer man das nennen mag! Denn sind wir ehrlich, wenn noch eine weitere Veranstaltung die Segel streicht, hat bei dann noch verbleibenden drei Wochenenden (sechs Veranstaltungen) das DM Prädikat nicht mehr wirklich einen Sinn.

Es ging also beim erneut gestellten Antrag bzgl. des Streichers in unseren Augen um einen Kompromiss, mit dem alle Seiten leben können! Diesen gab sogar, denn mit nur einem Streichlauf hätte man keine Veranstaltung kategorisch auslassen können, sondern müsste mindestens einmal bei jeder Veranstaltung starten. Ok, wurde abgeschmettert! Doch dann kam es (spontan?) zu einer wahrlich beeindruckenden Idee... welche zu meinem Entsetzen jedoch aber auch nicht angenommen wurde. Diese lautete wie folgt und wäre genau dieser so wichtige Kompromiss geworden:

- Ein Streichlauf in der Saison, also 7 aus 8 sozusagen! Jedoch bekäme ein Fahrer der ALLE acht Läufe (in seiner Klasse) gefahren hätte einen Obolus in Form von fixen Extrapunkten, oder aber vielleicht auch einen prozentualen Aufschlag auf seine regulär eingefahrenen! Zack, da war das Ding! Eine so einfache, aber dennoch effektive Idee die leider, leider keine Mehrheit fand und wohl auch gewollt ein wenig zu kurz gehalten wurde, Schade drum!

So viel zur Sportfahrertagung, leider wurden unsere Wünsche nicht komplett erfüllt und so bleibt uns ähnlich wie in diesem Jahr nur die Hoffnung dass sich die getroffenen Entscheidungen nicht erneut negativ auf die Starterzahlen auswirken. Denn eins ist klar: So easy die Schuld aufs KNR zu schieben wie in diesem Jahr wird es 2018 nicht werden ;-)

Dennoch muss aber so langsam ein Umdenken bei uns Aktiven beginnen, damit wir künftig neuen Ideen und Ansätzen offener gegenüberstehen, über den Tellerrand schauen & über den eigenen Schatten springen, wenn wir das große Ganze nicht verlieren, sondern schützen wollen. Reine schwarz oder weiß Entscheidungen werden uns aus der Krise nicht herausführen, so dass man sich vielleicht irgendwo in der Mitte treffen sollte... Mein Vorschlag läge bei GRÜN, denn das ist bekanntlich ja die Farbe der Hoffnung!

 

So viel von uns zur Tagung, genießt eure Vorweihnachtszeit und gebt acht auf euch!

 

 

Heiß, Heißer, Klotten

 

An einen solchen Glutofen kann ich mich in meiner aktiven Fahrerkarriere und sogar meiner Zuschauerkarriere beim NAVC nicht erinnern! Es war an beiden Tagen unglaublich heiß und so lag die Belastung für Mensch und Maschine im absoluten Extrembereich! Umso schöner dass die Veranstalter den Startern im Vorstartbereich Getränke kostenfrei zur Verfügung stellten, dafür vielen Dank! Auch sonst muss man den Veranstaltern ein großes Lob aussprechen, das Event verlief zeitlich absolut top! ...Einzig die strengeren Nachtruhe Regelungen tangieren leider ein wenig mit unserer Feiermentalität! Doch auch hier habe ich eine Lösung gefunden; denn ab Bollenbach gibts vielleicht zur Nennung eine Schachtel Ohrenstöpsel mit Chaosteam Logo für alle hellhörigen ;-)

Aber immer dann wenn eine Veranstaltung reibungsfrei verläuft, ist das auch oder in besonderem Maße den Fahrern zuzuschreiben. Hier muß man kurz den Sonnenhut ziehen, denn es gab meines Wissens nach keinen einzigen Unfall. Dennoch lieferten sich viele einen beinharten Kampf im Zehntelbereich! War wirklich eine Freude da mitzumischen, da auch in der Klasse 14 sehr hart gefightet wurde. Klotten hat eben diesen besonderen Reiz einer Highspeed Strecke mit gutem Fahrbahnbelag ohne große Rüttelstellen, einen schönen Zuschauerbereich und dieses "Vorentscheidungsdrama" jährlich inklusive.

 Mit eben diesem möchten wir auch beginnen, denn für unsren Tobi Küpper war Klotten eine sehr wichtige Veranstaltung im Kampf um die deutsche Meisterschaft. "strg+c" & "strg+v" der vorherigen Berichte das würde bei ihm dieses Jahr eigentlich reichen, denn abermals folgte Klassensieg auf Klassensieg. An beiden Tagen konnte er also seine Führung in der Meisterschaft ausbauen und hat nun für das bevorstehende Saisonfinale alle Trümpfe in der Hand! Wir drücken hier natürlich alle Daumen, denn wann wird nochmal abgerechnet? Richtig, (diesmal leider) erst ganz zum Schluß!

Eine Klasse höher hatten wir dann bereits einen Teilnehmer mehr am Start! Zum ersten Mal in diesem Jahr und somit auch zum ersten Mal im Namen unseres Teams startete Dieter Reimann, über dessen Auftritt wir jedoch in seinem Sinne lieber den Mantel des Schweigens decken. Sein Rennofen hat ihm wohl die lange Standzeit ein wenig übel genommen und setzte ihn an beiden Tagen mit unterschiedlichen Defekten leider bereits nach dem Training außer Gefecht. "strg+c" & "strg+v" nutzte ich eigentlich auch immer gerne für unsren zweiten Fahrer in der mit 28 Startern besetzten Klasse bis 2.000ccm! Doch an diesem Wochenende sorgte der erste technische Defekt seit Menschen Gedenken am 1802 von Andi Colling für einen verfrühten Feierabend. Die Benzinpumpe hatte am Sonntag einfach keine Lust mehr. Am Tag vor dem Defekt reihte sich Andi mit P18 wie immer in der Mitte des Feldes ein.

Als nächstes dann kommen wir auch schon zur... Ne, kommen wir nicht! Da war ja noch was!

Torsten Michel stattete dem Bergrennen am Sonntag einen Besuch in seinem Rundstrecken Seat ab und schloß den Gaststart mit einem ärgerlichen dritten Platz ab. Wieso ärgerlich? Nun, wenn der Klassensieger schon nur 2/10 schneller ist und sich dann noch jemand dazwischen quetscht, ist es damit wohl ausreichend erklärt. Isoliert betrachtet fuhr er jedoch eine Bombenzeit!!!

Nun aber zur Klasse 14: Ebenfalls mit Heidi und Lotte wieder zwei Autos am Start und auch hier haben wir recht ordentlich abgeschnitten in einem ganz ganz engen Wettbewerb. Am Samstag gelang mir - sehr zu meiner Freude und auch zugegebenermaßen etwas zu meiner Überraschung der Sprung aufs Podest und dort sogar aufs mittlere Treppchen! Heidi lief das gesamte Wochenende abermals wie ein Uhrwerk, macht richtig Spaß und die Zeiten werden auch immer besser... Da wären wir nur schon beim Thema, leider die der Konkurrenz auch! Lotte war am Samstag noch weit abgeschlagen hinter mir, ehe sie sich dann am Sonntag dick und fett in meinem Rückspiegel breit machte. Runde vier "Vertrauenssekunden" ins Auto fand ihr runder Fahrer über Nacht und rückte damit am Sonntag auf den siebten Platz nach vorne, ich konnte mich mit einem Schlußsprint noch auf die fünfte Position absetzen.

Doch Lottes nächtlicher Zeitensprung stimmt mich nachdenklich zum einen... und natürlich freudig zum Andren! Aber wir haben sie ja schließlich nicht gebaut um dem Feld hinterher zu fahren. Nachdem ich zugeben muss dass mir Kartoffelbrei noch immer sehr fehlt und ich auch keine "schlechte" Lotte Laufzeit ausgelassen habe um ihren Fahrer wieder in den Polo zu reden, so gehen mir mit der Sonntagszeit langsam die Argumente aus... Bis auf eins und das wird ihn auch weiterhin begleiten: Ein Mini ist und bleibt einfach DAS Traumauto... für alle Frauen, gell Metty ;-)

Erneuter Klassensieg


11755853_487509164784431_3223823670756458583_n

 

Für unsren Golftreter Tobi Küpper läuft es derzeit sportlich gesehen richtig rund. Nach dem Sieg in seiner Klasse auf der pylonenreichen Bergslalom Veranstaltung in Tiefenbach konnte er jetzt beim reinen Slalom Event der Motorsportfreunde erneut richtig absahnen.

So setzte er sich am gestrigen Tag mit seinem Golf 1 16V gegen acht weitere Kontrahenten durch und eroberte mit 15 Hundertstel Vorsprung den Klassensieg!


 

yeahErneut senden wir hierzu unsre herzlichsten Glückwünsche nach Nahstätten yeah


Auch für das kommende Wochenende scheinen sich die Wolken ein wenig zu verziehen, denn die DMSB Wagenpässe für Tobi und Andi sind endlich ausgestellt bzw. verlängert! Somit steht den beiden einem Start beim ADAC Slalom nichts mehr entgegen. Wir werden ihnen aus der Ferne die Daumen drücken, denn ab Freitag verabschiedet sich die Führungsetage des Chaosteams in den lang ersehnten Sommerurlaub.

Aus diesem Grund wird wohl auch ein Bericht über die Slalomveranstaltung in Oberkirchen erst Anfang August erfolgen.

 

P.S. Tolle Bilder der Veranstaltung findet ihr unter www.foto-phillip.de

 

Motorsportliches Doppel

 

 

Unbenannt

Aufgrund des Feiertages am Donnerstag, den 14.05.2015 nutzen traditionell viele Veranstalter das darauf folgende Wochende um ihre Events auszurichten. So auch in diesem Jahr, wo sowohl das 24h Rennen auf dem Nürburgring, als auch die Ransel Classics ausgetragen wurden. Somit teilte sich unser Team in zwei Lager! Zum einen waren da unsere Aktiven, welche sich der selbst ernannten "grünen Hölle am Berg" stellten, auf der andren Seite die Inaktiven des Wochenendes die dem Ruf der wahren Nordschleife folgten. Alles in allem hatten wir beide mit dem Wetter ziemliches Glück gehabt, auch wenn sich die Eifelregion gewohnt wechselhaft zeigte, haben wir doch schon bedeutend schwierigere Wochenenden am Fuße der Nürburg verbracht. Über das Rennen selbst gibt es wohl wenig Neues zu berichten, ausser dass selbst die Bereiche in denen das eingeführte Tempolimit gilt, dem Fan wenig bis gar nicht auffallen und so nach wie vor spannender Motorsport auf höchstem Niveau geboten wurde. Der erstmalige Auftakt der WTCC auf der Nordschleife war sicherlich ein weiterer Leckerbissen und auch die relativ offenen Boxenanlagen selbiger verdient Lo(e)b. Alles in allem ein absolutes top Event, welches im Kalender einfach nicht fehlen darf!

dfgÄhnlich gute Nachrichten erreichten mich von unsren aktiven Fahrern, wobei wir unter diesen nochmals unterscheiden müssen. So war Torsten Michel mit seinem Seat zwar das gesamte Wochenende im Einsatz, jedoch "nur" als Taxifahrer, wohingegen Tobias Küpper mit seinem Golf aktiv ins Zeitengeschehen eingriff. Zwar hatte er mit der eigentlichen Wertung

(= Gleichmäßigkeit) so seine liebe Mühe und konnte keine sonderlich konstanten Zeiten fahren, doch das entspricht auch nicht der Natur eines Bergrennfahrers. Vielmehr gilt es für uns ein Augenmerk auf die schnellst gefahrene Laufzeit zu richten und hier konnte er mit der zweitschnellsten Zeit des Wochenendes vollends überzeugen.

 



 

  




 

 

Schock für alle NAVC Sportfahrer

 

Dieter Reimann legt sein Amt als Vizepräsident beim NAVC nieder!

Für alle die nicht bei Facebook angemeldet sind, hier der Wortlaut bzw. seine Begründung (Zitat):

 

 

Osterslalom Wasgau

 

 

So, der lange und in diesem Jahr nicht enden wollende Winter scheint endgültig vorüber und mit seinem Abgang stand auch direkt die erste Motorsportveranstaltung ins Haus.

Der Wasgauer Osterslalom bildet hierbei traditionell den Auftakt zumindest für diejenigen unter uns, welche bereits ihre Fahrzeuge zusammengebaut und zum Testen frei gegeben haben. In diesem Jahr war das Tobi Küpper, Andi Colling und der Herr Mohr mit seiner Lotte.

Bei kühlen, aber trockenen Bedingungen und von einem erstaunlich großen Zuschauerinteresse begleiteten Rennen gab es für unsre als Slalom- Experten bundesweit bekannten Fahrer erwartungsgemäß wenig bis nix zu Ernten! Einzige Ausnahme welche man ein wenig rausheben sollte war Andi Colling, der im zwoo Liter Haifischbecken zumindest ins vordere Drittel fahren konnte. Tobi Küpper und Metty Mohr teilen ein typisches Chaosteam Symptom, denn zwar sind wir noch immer ganz klasse im Pylonen UMfahren, leider jedoch nicht darin sie zu umfahren...

So bleibts rein vom Ergbnis her ein bescheidener Auftakt, doch was viel wichtiger erscheint und auch der Kernpunkt der Teilnahme war, ist die Tatsache dass alle Autos ohne Probleme ihren Winterstaub abgeschüttelt haben und auch die Fahrer sich ein wenig an die Wagen gewöhnen konnten.

Bleibt noch eine abschließende Info zur NAVC Rundstreckenveranstaltung auf dem Hockenheimring, hier gab es bei dem sonst überaus standfesten Seat Leon Supercopa von Torsten Michel im ersten Rennen einen Ausfall aufgrund eines schnell diagnostizierten und in der Folge gewechselten Potis, doch mit dem technischen Defekt in Heat one war auch gleichzeitig der Startplatz für den zweiten Lauf besiegelt. Dennoch schaffte Torsten in diesem nach toller Aufholjagd vom Ende des Feldes beginnend einen vierten Platz in der quantitativ stark besetzten Klasse.

Ich persönlich möchte mich noch für die vielen Zusprüche bedanken welche mich nach meinem vorangehenden Statement erreicht haben, vielen vielen Dank für die warmen und allesamt zustimmenden Worte.

Nächster Stop bildet dann schon der Auftakt zur NAVC Bergmeisterschaft, bis dahin bleibt noch viel zu tun (besonders mangels Zugfahrzeug auch für mich) und wir hoffen euch am Wochenende vom 8. bis 10. Mai alle zahlreich in Grenderich begrüßen zu dürfen, wenn es wieder heißt:


 

Der Berg ruft

3

 

FIA Hillclimb Masters

 

2014_eschdorf_20141012_1919530887

 

Das am vergangenen Wochenende von der Weltmotorsportbehörde FIA erstmailg ausgetragene Hillclimb Masters im benachbarten Eschdorf, wo auch der KW Bergcup jedes Jahr zu Beginn seiner Saison gastiert sorgte im Vorfeld sicherlich für einige Fragezeichen.

Betrachtet man sich das neuartige Format, bei dem die besten Fahrer aller Nationen bzw. auch aller Meisterschaften Europas gegeneinander antreten soll(t)en um quasi die Besten der Besten zu küren, so muss man die Idee sicherlich als sehr erfreulich, aber auch etwas krititsch beleuchten. 

Betrachtet man hierzu vergleichsweise das einfach gestrickte NAVC Regelwerk, in welchem ich mit meiner Heidi z.B. in der Rundstreckenmeisterschaft (meiner Ansicht nach zu Recht) nur in der verbesserten Klasse bis 2 Liter an den Start gehen dürfte, wohingegen sie am Berg als Eigenbau eingestuft wird, so kann man sich vorstellen dass auch in Eschdorf einige mit der Klassenzusammenlegung bzw. ihrer Einstufung nicht sonderlich einverstanden waren. Doch man muss ehrlich sein; es wäre auch eine nicht zu bewältigende Mammutaufgabe gewesen die unterschiedlichen nationalen Bestimmungen & Regularien so unter einen Hut zu bekommen dass man jedem hätte gerecht werden können.

Doch all das waren Probleme bzw. Sorgen der aktiven Teilnehmer und trotz dieser Problemchen bot das dank FIA Fördergeldern perfekt vorbereitete Rennen den Fans nicht nur ein Event mit einer Masse an Eliteautos und Fahrern wie sie es selten zu Gesicht bekamen; nein auch mit dem Live Streaming auf RTL.lu, Autogrammstunden, großem Ausstellungsbereich, Videoleinwänden, Livezeiten im Netz, dreisprachigen Streckensprechern, usw. usw. ein unvergessliches Erlebnis.

Besonders stark vertreten & beliebt waren die "dicken" Tourenwagen der E1 über 2 Liter Hubraum, welche meist Turbo- und Allradgesegnet die Fans in ihren Bann zogen, aber auch das top besetzte Feld der Renn- und Monopostowagen gab keinerlei Grund zu meckern.

Bilder gibts natürlich auch, clickt einfach HIER um einige Eindrücke aus Eschdorf zu erhalten. 



Garagen Update Heidi

 

Ich habe lange hin und her überlegt wie ich mein Update verpacke ohne dabei allzu sehr ins sportpolitische Geschehen abzudriften & ich muss sagen dass es mir schließlich... NICHT gelungen ist.
Nach der zweiten technisch komplett sorgenfreien Saison am Stück scheint Heidi den "Diva Status" endlich abgelegt zu haben, auch wenn sie sich bisher noch immer erfolgreich gegen "heavy duty" & "high tech" Getriebe Updates aus England erwehren kann.
Wohingegen sie sich nicht erwehren kann, sind politische Entscheidungen. Diese haben bzw. hatten jedoch in meinem Fall gravierende Auswirkungen auf meine Weiterentwicklung(en), bis hin zum Stillstand. Dass ich den neuen Wertungsmodus gelinde gesagt Unsinn finde daraus hab ich ja keinen Hehl gemacht, doch hinzu kommen nun noch die wenig erfreulichen Nachrichten bzgl. des abermals gestiegenen Startgeldes. Dieses beruht auf der neuen Bestimmung, dass erstmalig ab dieser Saison stets ein Rennarzt, sowie eine besser ausgerüstete Feuerwehr mit - im Ernstfall sinnvollen Hilfsmitteln vor Ort sein muss! Nicht dass wir uns falsch verstehen; ich bin ein absoluter Verfechter für mehr Sicherheit im Motorsport, denn nicht erst seit dem tragischen Vorfall vergangenes Wochenende am Nürburgring ist das Bewusstsein einer permenenten Gefahr wieder greifbar(er) geworden.
Auch aus diesen Gründen bestreite ich persönlich keine Veranstaltung ohne das in anderen Rennserien und Verbänden längst zur Pflicht gewordene HANS System, welches mittlerweile inkl. Helm mit ein wenig Suchen im Internet (NEU) bereits für 550 € angeboten wird.
Doch hat man mit dieser Neuerung nicht den Zweiten vor dem ersten Schritt gemacht? Nochmal: Es ist zweifelsfrei und unbestritten sinnvoll Fachkräfte mit entsprechendem Equipment an der Strecke zu haben, doch was nützt einem all die Präsenz, wenn einige Teilnehmer auf der Gegenseite noch immer z.B. in Vorkriegs "Rennsitzen" und ohne HANS unterwegs sind? Durch Youtube Video Vergleiche mit/ohne sollte die Sinnhaftigkeit eines solchen Systems bei Fahrern und Verantwortlichen mittlerweile angekommen sein. Auch gab es auf einigen Strecken schwere Unfälle, dessen Folgen ab 2015 nun schneller diagnostiziert werden können - jedoch mangels präventiver Sicherheitsausstattung leider nicht verhindert werden und das sollte doch der Hebel sein, der zuerst bewegt wird.
Was das alles mit meiner Verbesserung an Heidi zu tun hat? Nun, da ich diesen und anderen Entwicklungen mehr und mehr skeptisch gegenüberstehe und nicht nur nörgeln will ohne zu Handeln, hab ich mich ein wenig nach Alternativen umgesehen. Ergebnis?

Eine Corsa A Karosse samt DMSB Wagenpass bereichert nun meinen Fuhrpark & wird peu à peu neu aufgebaut bzw. mit Teilen von Heidi bestückt. Diesen Wandel zum großen Teil herbeigeführt haben oben genannte Entscheidungen, denn wir bewegen uns dadurch mittlerweile auf dem Preisniveau eines DMSB Bergrennens! Nehme man die 2015er Nennung für das deutsche Auftaktrennen der großen Jungs im 150km entfernten Wolsfeld (http://www.emsc-bitburg.de/) so muss für dieses Event ein Startgeld von 150 Euro beglichen werden, wohingegen auf uns erste bestätigte Zahlen zwischen 130 und 160 Euro zukommen werden (je nach Lizenz und Vornennung ja/nein). Auch hier gilt: Nicht falsch verstehen; dies ist KEIN Vorwurf an die Veranstalter, denn auch ihnen wurde diese Entscheidung aufgetragen und sie werden so oder so ihre liebe Mühe haben die Starterzahlen auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Doch da ich ja nunmal aus Fahrersicht spreche ist es mir erst eimal grds. vom Ergebnis her egal, wieso sich die Rennserien preislich angenähert haben. Nach Abnehmen der rosaroten Brille muss man dann leider auch feststellen, dass die viel gepriesene kostengünstige Alternative nur durch Abstriche bei der Fahrersicherheit zustande kam. Auf vergleichbarem Niveau liegen plötzlich auch die Preise gleichauf.
Sicherlich ist obiges Preisbeispiel nicht vollständig oder gar repräsentativ, so fallen z.B. beim DMSB (ebenso aber auch bei uns) noch weitere Gebühren für Lizenzen, etc. an! Die Streckenlänge ist ebenfalls nicht 1 zu 1 vergleichbar, dem stehen aber das gestiegene Medieninteresse mit hin zur Berichterstattung in lokalen TV Sendern, Youtube Channeln, Printmedien, Preisgeld sowie kostenfrei zur Verfügung stehendem Strom während des gesamten Wochenendes gegenüber.
Für mich wird es also in diesem Jahr ein motorsportlich kompaktes Übergangsjahr, in welchem ich nur meine Lieblingsrennen bestreiten werde. Wer sich nun zu Recht fragt was ich überhaupt mit meinen doch sehr begrenzten fahrerischen Fähigkeiten bei Gaststarts in der Königsklasse E1 reißen will, dem sei gesagt: Nichts! Doch ob ich bei uns hinterherfahre oder eben beim DMSB macht mir keinen Unterschied & durch den Wagenpass öffnen sich mir zudem noch Türen zu freien Bergrennen und Slaloms, wie z.B. den Ransel Classics, jener 5.500m langen "grünen Hölle am Berg" welche ich seit Jahren bestreiten möchte!
Da dieser Artiel ein mit Sicherheit streitbarer ist, habe ich meinen Nickname in meine Email Adresse geändert, damit man sich direkt an mich wenden kann. Ich freue mich auf Leserbriefe mit euren Meinungen, Kritiken oder aber auch Zusprüche. Doch wie immer bei meinen Berichten gilt auch hier: Es ist ausschließlich meine Sicht der Dinge und mein Team hat mitunter andre Auffassungen, Einstellungen oder Ansichten.

 

P.S. Welches Teammitglied tatsächlich anderer Meinung ist, der bringt mir bitte sofort seinen Clubausweis, sowie die Chaosteam Kutte vorbei {#emotions_dlg.whistling}

 

Osternest_02

 

Euch allen wünsche ich trotz der schlechten Wetterprognose ein schönes und erholsames Osterfest und dem MSC Wasgau eine dennoch gut besuchte Veranstaltung am Ostersonntag.

 

Bergrennen Mickhausen

 

Also da konnte man erst einmal durchatmen!mickhausen_2014_20141006_1121258257

Nach zwei verregneten Jahren, in denen das Bergrennen Mickhausen angeblich tiefrote Zahlen schrieb und sogar die Absage des prestigeträchtigen Rennens in den Stauden im Gespräch war, konnte die Veranstaltung in diesem 

Jahr bei trockenen Bedingungen abgehalten werden.

Das merkte man natürlich auch bei den Zuschauerzahlen, weche (gefühlt) auf dem gewohnt hohen Niveau der trockenen Jahre 2009 - 2011 lag. 

Aufgrund der günstigen Feiertagslage waren wir zusammen mit dem Team von Küpper Motorsport verhältnismaßig früh am Ort des Geschehens, wo wir es uns in Nähe der Familie Wiebe gemütlich machten. 

Der Rest ist schnell erzählt; das top besetzte Fahrerfeld war wie jedes Jahr ein Gedicht und die 194 Starter konnten an beiden Tagen problemfrei den Berg hochgetrieben werden. 

Nochmal: 194 und die Veranstaltung war (Samstag & Sonntag) noch vor 18 Uhr beendet, einfach unglaublich!

Nun haben wir uns in diesem Jahr alles ein wenig genauer angesehen, denn es ist ja kein großes Geheimnis mehr dass Turboboost und ich - zumindest einen teilweisen Wechsel planen.

Unter anderem soll das Bergrennen Mickhausen dazuzählen, sowie weitere Veranstaltungen des KW Berg Cups in unserer Nähe. Daher hoffen wir auch dass die nach zwei Regenjahren ebenfalls finanziell stark angeschlagene Veranstaltung in Homburg noch einige Jahre überleben wird. Klar ist natürlich auch dass wir dort weder mit Kartoffelbrei und Heidi an den Start gehen (dürfen)! Der Herr Mohr plant einen Start mit seiner Lotte und auch ich habe mich dementsprechend neu aufgestellt!

Heidis kleine Schwester hört fortan auf den Namen Hanna und kam bereits mit einem DMSB Wagenpass zu mir in die saarländische Welt. Der Neuaufbau wird durch diesen Umstand natürlich stark vereinfacht, denn das neu anzuwendende Reglement ist um einiges umfangreicher und es gibt hier eine Menge zu beachten. 

Näheres zu Lotte, ihrem Weg zum begehrten DMSB Freifahrschein und was genau ich mit Heidi und Hanna künftig plane, erfahrt ihr hier in Kürze.

 

Die Bilder zum Wochenende findet ihr HIER